Blogpause 

Hier war es ja nun schon längere Zeit recht still. Schweren Herzens habe ich mich nun entschieden, eine Blogpause einzulegen. Ich bin zur Zeit beruflich ziemlich eingespannt und habe ehrenamtlich einiges um die Ohren, da bleibt im Moment leider kaum Zeit zum Bloggen 🙁  

Aber ich komme bald wieder und habe bereits ganz viele Ideen. Wie ihr vielleicht schon gesehen habt, habe ich meinen Blog umbenannt. Ich möchte ihn komplett überarbeiten, das braucht aber Zeit. Außerdem habe ich mir eine Spiegelreflexkamera gekauft und einen Fotokurs gemacht – damit gibt es hoffentlich bald bessere Fotos zu meinen Rezepten 😉 eigentlich bin ich hochmotiviert, aber das muss nun ein wenig warten… 

Bis bald, ich freue mich schon 🙂
PS: Auf Instagram und Snapchat bin ich trotzdem noch aktiv, schaut doch einmal vorbei (Instagram: clean_eating_balance ; Snapchat: lisa_nen) 

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Rhabarber-Quark-Dessert

Endlich ist sie wieder da – die Rhabarberzeit 🙂

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Ich habe mich gleich damit eingedeckt und erst einmal fleißig Marmelade eingekocht. Dann hatte ich noch einige Stangen Rhabarber übrig und so ist die Idee für dieses Rezept entstanden. Ich wollte unbedingt ein zuckerfreies Rhabarberkompott kreieren, was aufgrund des sauren Rhabarbers gar nicht so einfach ist. Aber ich denke es ist ganz gut gelungen.

Das Kompott erhält durch ein paar Erdbeeren und Agavensirup die notwendige Süße, bleibt aber angenehm säuerlich und frisch. In der Kombination mit Quark und knusprigem Granola ergibt sich ein sommerliches Dessert – gesund, zuckerfrei und lecker.

Rhabarber-Quark-Dessert
Serves 4
Sommerlich frisches Dessert - zuckerfrei und gesund
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Ingredients
  1. 500g Rhabarber
  2. 150g Erdbeeren
  3. 100ml Apfelsaft
  4. 3 TL Agavensirup
  5. Vanille aus der Mühle
  6. 45g Dinkelzwieback
  7. 250g Magerquark
  8. 300g (Vanille)Joghurt
  9. 3 TL Agavensirup
  10. Vanille aus der Mühle
  11. 1 TL Kokosöl
  12. 2 TL Honig
  13. 25g Dinkelzwieback
  14. 3 EL Haferflocken
  15. 1 EL gemahlene Mandeln
  16. 1/2 TL Zimt
Instructions
  1. Den Rhabarber putzen und grob schälen. Wenn ihr nicht alles rot wegschält, gibt es am Ende eine schöne Farbe. Den Rhabarber in Stücke schneiden und zusammen mit dem Apfelsaft in einen Topf geben. Das Ganze zum Kochen bringen und einköcheln lassen, bis der Rhabarber weich ist und eine dicke Masse entstanden ist. Dabei könnt ihr ruhig den Deckel weglassen, damit die Flüssigkeit verdampfen kann. Die Erdbeeren ebenfalls klein schneiden und dazu geben. Kurz weiterköcheln lassen. Den Topf vom Herd nehmen und die Masse pürieren. Mit dem Agavensirup und Vanille abschmecken. Das Kompott abkühlen lassen.
  2. Für die Quark-Creme den Quark und den Joghurt cremig rühren und mit Vanille und Agavensirup süßen. Ihr könnt auch Vanillejoghurt oder -quark nehmen (dann wird es allerdings nicht mehr 100%ig zuckerfrei ;).
  3. Für das Granola zwei kleine Scheiben Zwieback (ca.25g) fein zerbröseln. Den Honig und das Kokosöl in einer Pfanne schmelzen. Die Zwiebackbrösel, die Haferflocken, die Mandeln und Zimt dazugeben und bei geringer Hitze rösten. Dabei darauf achten, dass das Granola nicht anbrennt.
  4. 4 kleine Scheiben Zwieback grob zerbröseln und in die Gläser geben. Dann abwechselnd das Kompott und die Quarkcreme in die Gläser schichten und zum Schluss mit dem Granola garnieren.
Notes
  1. Das Rezept ergibt vier große Nachspeisenportionen.
  2. Ich hatte sogar noch eine kleine Menge Kompott übrig, das sich auch wunderbar zum Frühstück verwenden lässt.
  3. Den Dinkelzwieback hatte ich von "Naturata" - sogar in Demeter-Qualität.
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Hefezopf mit Pekannuss-Füllung

Hefezopf mit Pekannuss-Füllung (gluten-, ei- und milcheiweißfrei)

Da ich mal wieder ein Ernährungsexperiment gestartet habe, um meine Verdauungsbeschwerden endlich in den Griff zu bekommen, muss ich in letzter Zeit wieder verstärkt auf meine Ernährung achten. Grob gesagt lasse ich Gluten, Eier, Milchprodukte, viele Nüsse und noch ein paar einzelne Lebensmittel weg. Allerdings hatte ich mich schon seit Wochen auf den traditionellen Hefezopf an Ostern gefreut… Mein Ehrgeiz war also geweckt. Bei der lieben Steffi von Kochtrotz stieß ich auf das Rezept für einen glutenfreien Hefeteig – wie immer natürlich mit vielen Anpassungsvarianten. Dieses Rezept habe ich als Grundlage verwendet und meinen individuellen Unverträglichkeiten angepasst. Zudem hatte ich so Lust auf eine Nussfüllung 😀 Da ich Pekannüsse essen darf, habe ich kurzerhand eine Füllung daraus gebastelt. Ich muss sagen, ich bin echt begeistert. Natürlich schmeckt der Hefezopf nicht ganz wie ein “Normaler” aus Weißmehl, Ei und Milch, aber er kommt sehr nahe an ihn heran. 

 

Hefezopf mit Pekannussfüllung
Glutenfreier Hefezopf ohne Ei und ohne Milcheiweiß - und trotzdem richtig lecker. Perfekt für Ostern oder auch das ganze Jahr über.
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Ingredients
  1. 1/2 Hefewürfel
  2. 6 EL Mandeldrink (oder andere Pflanzenmilch)
  3. 1 TL Zucker
  4. 250 ml Mandeldrink (oder andere Pflanzenmilch)
  5. 200g Zucker
  6. 500g Bauckhof Mehl-Mix Universal (oder andere glutenfreie Mischung)
  7. 1 Prise Salz
  8. 3 EL Flohsamenschalen
  9. 9 EL Wasser
  10. 70g Ghee
  11. 130g Pecannüsse
  12. 120g Ghee
  13. 100g brauner Zucker
  14. Zimt
Instructions
  1. Die 6 EL Mandeldrink erwärmen. Die Hefe darauf zerbröckeln und den Teelöffel Zucker darüber geben. Beiseite stellen und blubbern lassen.
  2. In einem zweiten Gefäß den Eiersatz zubereiten: Die Flohsamenschalen mit dem Wasser verrühren und quellen lassen. Es entsteht ein zäher Klumpen.
  3. Die trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen. Den Mandeldrink leicht erwärmen, Ghee schmelzen. Zusammen mit den restlichen Zutaten zum Teig geben und gut verkneten. Der Teig sollte sich vom Schüsselrand lösen lassen. Eventuell hier die Mengenangaben ein wenig anpassen.
  4. Die Schüssel mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Ort gehen lassen bis der Teig sein Volumen deutlich vergrößert hat.
  5. In der Zwischenzeit die Füllung vorbereiten: Die Pecannüsse fein mahlen und vorsichtig in einer Pfanne anrösten. Mit dem geschmolzenen Ghee, dem Zucker und viel Zimt verrühren.
  6. Nun den Hefeteig noch einmal kurz durchkneten und auf einer leicht bemehlten Fläche zu einem Rechteck ausrollen. Der Teig sollte ca. 1/2 cm hoch sein. Die Fläche in drei gleich breite Streifen schneiden und mit der Füllung bestreichen. Jeden Streifen zu einer langen Rolle rollen und zum Schluss die drei Rollen zu einem Zopf flechten.
  7. Mit geschmolzenem Ghee oder etwas Öl bestreichen und bei 170° Ober-/Unterhitze ca. 30 Minuten backen.
Notes
  1. Das Rezept könnt ihr natürlich euren individuellen Unverträglichkeiten und Vorlieben anpassen: Zum Beispiel echte Milch oder Butter verwenden, oder eine andere Sorte Nüsse.
  2. Wenn ihr Kokosöl statt Ghee verwendet, wird das Ganze sogar noch vegan. Mit ein paar wenigen Änderungen sollte das Rezept zudem FODMAP-freundlich sein.
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Anhang 1 (3)

Anhang 2 (1)

Anhang 3 (1)

Anhang 4 (1)

Anhang 5 (1)

Anhang 2 (2)

Das Originalrezept von Kochtrotz findet ihr hier. Die Füllung mit dem Nussmus hört sich auch sehr gut an. 

Achtsam durch den Tag – Woche 19: Leerer Raum

Die Aufgabe diese Woche lautete, die Aufmerksamkeit von den Objekten hin zu dem Raum um die Objekte herum zu lenken. Also zum Beispiel in einem Zimmer auf die leeren Zwischenräume statt die Möbel zu achten.

Puuh, ich ahnte schon, dass dies eine schwierige Woche werden würde. Wie so oft fingvase3 ich auf meinem täglichen Weg vom Auto ins Büro mit der Übung an. Da ich hier einen tollen Blick auf die Frankfurter Skyline habe, versuchte ich, auf den Himmel zu achten und nicht auf die Gebäude. Sicherlich kennt ihr dieses Bild mit einer optischen Täuschung: Erkennt man eine weiße Vase, oder zwei sich anschauende schwarze Gesichter? So ähnlich kam ich mir bei der Übung vor. Allerdings war es wirklich schwierig umzudenken. Ich habe es einfach nicht geschafft, primär den Himmel wahrzunehmen und die Hochhäuser quasi als das Außen herum. 

Aber auch bei anderen Räumen bzw. Gegenständen versucht ich mein Glück: Die leeren Zwischenräume zwischen Möbelstücken, der Abstand zwischen Bäumen, der Asphalt um die Straßenmarkierungen herum…alles nicht so einfach…

Im Buch heißt es, unser Denken und unsere Wünsche sind meist nur auf Objekte ausgerichtet. Selten sieht man den Raum, der doch den größten Teil des Zimmers oder der Landschaft ausmacht. Gelingt es uns, die Aufmerksamkeit auf den Raum um die Objekte herum zu lenken, so kann dies zu einem Aufatmen führen. Das kann man ebenso auf unseren Geist anwenden: Gelingt es uns, Gedanken loszulassen und den Hintergrund der Gedanken wahrzunehmen, so führt dies zu einem Gefühl der Erleichterung. Oft halten wir auch an Objekten fest und leiden dadurch. Hier kann es hilfreich sein, den Griff zu lockern und sich neuer Möglichkeiten bewusst zu werden. 

Ich denke, es ist vollkommen in Ordnung, dass ich mit dieser Aufgabe so meine Schwierigkeiten hatte. Dennoch war es eine tolle Übung und hat einen anderen Blickwinkel eröffnet. 

Quelle: http://www.codecheck.info/news/bilder/Gemueseregal-im-Supermarkt-650x371-1-55135.jpeg

Bio, Clean und Zero Waste – Das ständige Dilemma beim Lebensmitteleinkauf

Bei Jessi von myfoodjungle habe einen tollen Artikel über Ernährungsformen und ethische Fragen beim Lebensmitteleinkauf gelesen. Da es mir selbst auch so geht, hat mich dies inspiriert, einen eigenen Artikel zu der Thematik zu schreiben. Jessi’s Artikel findet ihr hier

Wie bei vielen war die erste Priorität beim Lebensmitteleinkauf während meiner Studienzeit das Geld. Ich kaufte meist no-name-Produkte, Markenprodukte nur im Angebot und war wirklich geizig. Beim Fleisch gab es das billige Abgepackte vom Discounter und wenn mein Mann (damals noch Freund) sich zum Beispiel ein gutes teures Steak oder eine edle Salami kaufen wollte, so schlug ich lieber etwas anderes vor. Irgendwann entdeckte ich das Konzept des Clean Eating für mich und von da an änderte sich einiges. Ich achtete vermehrt auf Inhaltsstoffe und kaufte deswegen seltener verarbeitete Produkte. Ich lernte viele neue Superfoods kennen, die natürlich nicht gerade billig sind. Ab und zu landete auch ein Bioprodukt in meinem Einkaufswagen. Irgendwann beschloss ich zudem, zu Hause nur noch Biofleisch zu essen. Und das habe ich seitdem wirklich konsequent durchgezogen!

Seit etwa einem Jahr sind unsere Ausgaben für Lebensmittel immer weiter angestiegen, und seitdem ich selbst Geld verdiene noch einmal deutlich mehr. Mittlerweile kaufe ich zu 90% clean ein. Zumindest für mich, mein Mann bekommt weiterhin seine Joghurts und Gummibärchen, wenn er möchte. Aber auch er hat hier schon einiges geändert! Zwingen möchte ich ihn aber zu nichts. Außerdem gibt es bei uns Fleisch, Eier und Milchprodukte nur noch in Bioqualität, den Rest so weit wie möglich auch. Seit kurzem versuche ich, verstärkt auf die Verpackung zu achten. In dieser Hinsicht war ich auch zuvor schon achtsam. Beispielsweise nehme ich mir in der Obst- und Gemüseabteilung nie eine Plastiktüte. Hier wurde ich von einer Kassiererin sogar schon einmal entsetzt gefragt, ob es wohl keine Beutel mehr beim Obst gäbe! Grundsätzlich habe ich auch immer einen Stoffbeutel dabei und lasse mir nicht in jedem Geschäft eine neue Plastiktüte geben.

Allerdings habe ich verpackungstechnisch noch viiieeel Luft nach oben. Ich bewundere Menschen zutiefst, die Zero Waste leben. Ich bin ehrlich: Das werde ich nie schaffen. Zahnbürste aus Bambus, selbstgemachte Zahncreme und keinerlei Plastik beim Einkaufen, das ist mir persönlich einfach zu extrem. Aber mein Mann und ich wollen nun systematisch unseren Müll reduzieren. Wir haben zunächst einmal bei Obst und Gemüse angefangen. Wenn man einmal darauf achtet, ist es wirklich eine Frechheit, in wie viel Plastik das teilweise verpackt ist.

Und hier fängt das Dilemma auch schon an: Oft sind es ausgerechnet die Bioprodukte, die in Plastik verpackt sind, während die Konventionellen auch ohne auskommen. Beispielweise Gurken oder Bananen. Kaufe ich also lieber Bio oder lieber verpackungsarm? Dann achte ich natürlich noch auf den Preis. Leider sind auch hier verpackte Dinge oft billiger, zum Beispiel Äpfel oder Birnen in der Schale. Hinzu kommt, dass man beim Discounter fast nur solche übermäßig verpackten Obstpakete bekommt. Hier wären sie allerdings deutlich billiger. Dann achte ich noch auf Zusatzstoffe. Klar, unverarbeitete Produkte haben keine. Aber auch ich möchte einmal einen Senf oder ein Kakaopulver kaufen. (Und ja, man glaubt gar nicht, was in Kakaopulver alles für ein Müll enthalten sein kann!) Also heißt es Etiketten lesen. Auch wenn ich mittlerweile viele Produkte kenne, verbringe ich immer noch viel zu viel Zeit mit dem Studieren der Inhaltsstoffe. Und auch hier sind die hochwertigeren Alternativen ohne künstliche Zusatzstoffe meist teurer als die billige Variante. Mittlerweile teile ich meinen Einkauf auf verschiedene Supermärkte auf. Im Discounter kaufe ich die billigen Basics, und im Vollsortiment- und Bioladen den Rest. Auch hier heißt es wieder Abwägen, was ich wo zu welchem Preis mit welcher Verpackung bekomme. Und ob die extra Fahrt zum Biohof gerechtfertigt ist.  Und dann gibt es da noch regionale Produkte, Fair Trade, vegan usw. Alles tolle Dinge, auf die man noch achten könnte.

Jessi hat mir mit ihrem Blogpost einmal bewusst gemacht, wie viel Zeit ich eigentlich beim Einkaufen mit diesem ständigen Abwägen verbringe. Manchmal halte ich wirklich vor dem Regal einen Augenblick inne und überlege, welches Produkt ich nun kaufen soll. Vielleicht sagen einige von euch nun, dass ich mir viel zu viele Gedanken mache. Für mich ist das aber wichtig, da ich mich ja gut und gesund ernähren möchte und gleichzeitig verantwortungsbewusst mit unserem Geld und der Umwelt umgehen möchte. Da investiere ich auch die nötige Zeit in den Einkauf. 

Aber ich finde, man könnte es uns Verbrauchern auch ein bisschen einfacher machen. Also liebe Supermärkte: Warum sind die Bioprodukte oft mit unnötiger Verpackung versehen? Wenn man die Produkte unterscheiden muss, wäre es dann nicht schlauer, die konventionelle Variante einer Obst- bzw. Gemüsesorte mit Plastik zu versehen? Dann würden die Kunden vielleicht eher zu dem Bioprodukt greifen und die (zugegeben geringen) Kosten der Verpackung könnte man beim Preis abziehen. Warum stellt ihr nicht einmal Papiertüten in der Obst- und Gemüseabteilung zur Verfügung? Warum gibt es so viele Dinge noch nicht lose zu kaufen? 

So, und nun bin ich auf eure Meinungen und Anregungen gespannt! Wie handhabt ihr euren Lebensmitteleinkauf? Worauf achtet ihr, was ist euch wichtig? Welche Tipps habt ihr für mich, was verpackungsarmes Einkaufen angeht?

 

Bildquelle:  http://www.codecheck.info/news/bilder/Gemueseregal-im-Supermarkt-650x371-1-55135.jpeg

Achtsam durch den Tag – Woche 18: Die Fußsohlen

In dieser Woche ging es darum, die Aufmerksamkeit so oft wie möglich auf die Fußsohlen zu richten. Welche Empfindungen nehmen wir wahr? Und wir hängen diese vielleicht mit Aufregung oder Angst zusammen?

Quelle: http://polpix.sueddeutsche.com/polopoly_fs/1.712492.1356235468!/httpImage/image.jpg_gen/derivatives/900x600/image.jpg
Quelle: http://polpix.sueddeutsche.com/polopoly_fs/1.712492.1356235468!/httpImage/image.jpg_gen/derivatives/900×600/image.jpg

Normalerweise nehme ich meine Fußsohlen kaum wahr. Außer ich laufe auf Boden mit Fußbodenheizung oder ich habe sehr unbequeme Schuhe an. Also versuchte ich nun, im Laufe des Tages immer mal wieder auf meine Füße zu achten. Meist nahm ich den unmittelbaren Untergrund wahr, also die Beschaffenheit der Schuhsohle oder den Boden, auf dem ich in Socken unterwegs war. Dank der selbstgestrickten Socken meiner Oma und den endlich etwas wärmeren Temperaturen, hatte ich kaum kalte Füße. Stattdessen waren meine Füße oft angenehm warm. Das war mir so noch nie bewusst. Auch hatte ich noch nie explizit auf die “Härte” der Schuhsohle geachtet (solange sie mich nicht gestört hat). Auch Unterschiede zwischen den Bodenbelägen in unserer Wohnung konnte ich feststellen. Und am bequemsten war es, die Beine im Bett aufzustellen, sodass die Fußsohlen auf der weichen Matratze ruhten. Das hört sich banal an, aber bewusst hatte ich dies noch nie wahrgenommen.

Ab und zu unternehme ich ja gerne mal “Achtsamkeits-Spaziergänge”, bei denen ich auf sämtliche Art und Weise achtsam bin. Leider war dies wetterbedingt in letzter Zeit seltener, aber im letzten Sommer habe ich das wirklich oft gemacht. Und es tat mir immer sehr gut. Jedenfalls war es da oft so, dass ich automatisch (ohne darüber nachzudenken), den Boden unter meinen Füßen wahrnahm. Und zwar obwohl ich Schuhe anhatte. Ich merkte also bewusst, ob ich auf hartem oder weichen Boden lief. Wie sich ein steiniger Weg unter meinen Füßen anfühlt. Wie ich auf matschigem Untergrund ein wenig wegrutsche. Und das liebste Gefühl war es mir, mit Turnschuhen über den weichen Waldboden zu laufen und die leichte Federung zu spüren. Ich kann es schwierig erklären, aber mir gab das fast schon ein Gefühl der innerlichen Ruhe. 

Auch im Buch heißt es, dass man im Alltag für gewöhnlich die Füße nur wahrnimmt, wenn sie wehtun oder man stolpert. Wer in Gedanken verstrickt ist, der kann durch eine bewusste Lenkung der Aufmerksamkeit auf die Fußsohlen den Geist beruhigen. Gerade weil der Geist und das Gehirn mit dem Kopf assoziiert werden und der Körper nur als Diener des Gehirns behilflich ist, ist es auch einmal interessant, unseren Füßen die Aufmerksamkeit zu schenken. Sie sind immerhin am weitesten vom Kopf entfernt. Am Ende wird der Leser sogar herausgefordert: Schafft man es, für die Länge eines Spazierpfades im Freien die volle Aufmerksamkeit auf die Fußsohlen zu lenken? 

Ich habe es ehrlich gesagt nicht ausprobiert, aber ich weiß, dass ich es nicht schaffen würde. Schließlich hüpfen die Gedanken immer wieder wo anders hin. Aber das ist auch nicht schlimm. Denn schon ein klein wenig mehr Achtsamkeit in den Fußsohlen tut mir gut. Und da freue ich mich umso mehr auf den Sommer und das Barfußlaufen 🙂 

Anhang 1 (2)

Achtsam durch den Tag – Woche 17: Die Farbe Blau sehen

Die Aufgabe der letzten Woche lautete, immer auf die Farbe Blau, sowie sämtliche blaue Schattierungen zu achten. Ganz einfach. 

Und genau deswegen fand ich die Übung so toll. Es war endlich mal wieder eine leichte Übung, die mir wenig Probleme bereitete. Ich achtete einfach, wo immer ich mich befand, auf die Farbe blau. Zu aller erst stachen mir sämtliche Verkehrsschilder ins Auge. Mir war nie vorher bewusst gewesen, wie viele Schilder eigentlich blau sind: Straßennamen, Zebrastreifen, Pfeile, Fußgängerwege, Autobahnschilder, …. Dazu kamen blaue Autos, bei schönem Wetter der blaue Himmel und nach und nach auch immer mehr Schattierungen. Während ich am Anfang meist auf reines blau achtete, nahm ich mit der Zeit automatisch auch verschiedene Blautöne wahr. Zudem machte ich es mir zur Aufgabe, auf sämtlichen Schildern immer ein Stückchen Blau zu entdecken. Wie ich herausfand, ist quasi auf fast allen Schildern, Logos und Plakaten immer ein Stückchen Blau zu finden. Irgendwann hatte ich einen regelrechten “Röntgenblick” entwickelt, der sofort alles Blau herausfilterte. So ähnlich wie auf dem Foto.

Auch im Buch wird berichtet, dass den Übenden blaue Objekte immer sofort ins Auge stachen. Hier wird auch besonders der Himmel hervorgehoben. Oft ignorieren wir ihn, obwohl er so einen großen Teil unseres Blickfeldes füllt. Der stets präsente Himmel wird mit unserer vollkommen ursprünglichen Natur verglichen: “Selbst wenn unser Bewusstseinszustand wolkig ist und unsere Emotionen regnen, ist unsere ursprüngliche Natur immer vorhanden und leuchtet hell in unserem Inneren und in allen Dingen.” 

 

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Blueberry-Buttermilk-Pancakes

Während es bei mir unter der Woche immer Haferflocken, Oatmeal, Overnight Oats etc gibt, nutze ich die Zeit am Wochenende oft für Pancakes. Heute hatte ich noch Buttermilch im Kühlschrank und was eignet sich da besser als Blueberry-Buttermilk-Pancakes? Fluffig und süß und für mich natürlich in der Clean Eating Variante! Also experimentierte ich ein wenig herum, versuchte, Weißmehl und Zucker zu ersetzen und bin echt begeistert vom Ergebnis 🙂

Blueberry-Buttermilk-Pancakes
Serves 2
Clean Eating Variante der beliebten Blueberry-Buttermilk-Pancakes - vollkommen ohne Zucker und gesund und dennoch fluffig und lecker.
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Ingredients
  1. 70g Hafermehl (= gemahlene Haferflocken) (ggf. glutenfrei)
  2. 30g gemahlene Mandeln
  3. 150ml Buttermilch
  4. 1 Ei
  5. 10g Kokosöl
  6. 2 TL Flohsamenschalen
  7. 1 gestr. TL Weinsteinbackpulver
  8. Vanille aus der Mühle
  9. Salz
  10. 2 EL Agavensirup (oder ein anderes cleanes Süßungsmittel)
  11. Sprudelwasser
  12. 120g Heidelbeeren
  13. Kokosöl zum Ausbacken
Instructions
  1. Das Ei trennen. Das Eigelb mit dem geschmolzenen Kokosöl, ordentlich gemahlener Vanille und der Buttermilch schaumig rühren. Die trockenen Zutaten und den Agavensirup hinzugeben und gut vermengen. Das Eiweiß fest schlagen und unterheben. Einen Schluck Wasser hinzugeben, sodass es schäumt und ein paar Minuten stehen lassen.
  2. In der Zwischenzeit das Kokosöl in einer Pfanne erhitzen. Die Beeren unter den Teig heben und in kleinen Portionen ausbacken. Am besten lieber ein paar mehr, dafür aber kleinere Pancakes backen, dann ist die Gefahr des Zerfallens kleiner ;)
  3. Ich habe einen Teil der Heidelbeeren durch Himbeeren ersetzt, das hat auch sehr gut geschmeckt.
  4. Wenn ihr Pancakes übrig habt, könnt ihr diese im Kühlschrank aufbewahren. Sie schmecken auch als kalter Snack wunderbar.
Clean Eating Balance http://www.clean-eating-balance.de/

Achtsam durch den Tag – Woche 15 und 16: Hände ruhen lassen und “Ja” sagen

Die Übung der vorletzten Woche hieß: “Lassen Sie die Hände ruhen”. Mehrmals am Tag sollten die Hände in den Schoß gelegt werden und in totalem Stillstand ruhen.

Ich hielt also immer wieder für ein paar Augenblicke inne, legte die Hände auf meine Beine und versuchte achtsam zu sein. Dabei konzentrierte ich mich auf das Gefühl in meinen Händen, die Berührungspunkte mit den Beinen, Empfindungen etc. Es waren willkommene kleine Pausen im Arbeitsalltag, die kurz zum Durchatmen einluden. Das war es aber auch schon. Ich hatte keinen großen “Erleuchtungen” oder dergleichen.

In der Woche danach ging es darum, “Ja” zu sagen. Man sollte “Ja” zu jedem und allem, was geschieht sagen. Meine erste Reaktion war weniger begeistert. Schließlich kann ich ja nicht einfach zu allem Ja und Amen sagen, zumal ich in den letzten Jahren gelernt habe, meine eigene Meinung zu vertreten. Als Teenager ging ich meist mit dem Mainstream und stimmte lieber überall zu, um nicht negativ aufzufallen. Nun gut, ich wollte wenigstens gut überlegen, ob es in der jeweiligen Situation angepasst ist, zuzustimmen.

Im Prinzip hatte ich nur zwei Gelegenheiten, wo ich bewusst “ja” gesagt habe. Die erste war bei einem Termin beim Gastroenterologen. Wie ihr ja vielleicht aus alten Posts wisst, kämpfe ich immer noch mit ständigen Magen-Darm-Beschwerden. Man kann es Reizdarm nennen, aber das hilft mir auch nicht weiter. Jedenfalls wollte der inzwischen total ratlose Arzt (auch er kann mir nicht mehr helfen…) mich zur Ernährungsberatung schicken. Bisher hatte ich mich immer dagegen gesträubt. Ich hatte schon viel ausprobiert (glutenfrei, FODMAP, Paleo, …) und glaubte einfach nicht, dass ein Ernährungsberater mir noch so viel neues nennen kann. Zumal mich die Probleme schon genügend Geld gekostet haben und ich nicht noch mehr ausgeben wollte (die Kasse übernimmt nur einen Teil). Dennoch schluckte ich meinen Stolz hinunter und willigte ein. Den ersten Termin bekam ich recht schnell und auch hier habe ich in gewissem Maße “ja” gesagt: Die Ernährungsberaterin war mir leider nicht vollkommen sympatisch. Trotzdem blieb ich nett und aufgeschlossen und gab ihr eine Chance. Ob sich das alles lohnt wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

Die zweite Gelegenheit kam beim Einkaufen. Wir sammeln seit vielen Monaten Payback-Punkte, um uns einmal etwas größeres davon zu leisten. Allerdings haben wir noch nie etwas passendes gefunden. Trotzdem wollte ich die vielen Punkte nie zum Bezahlen verwenden, da wir eisern weiter gesammelt haben. Durch ein Missverständnis an der Kasse glaubte der Verkäufer, ich wolle meinen 60€-Einkauf mit Payback-Punkten bezahlen. Ich zögerte nicht lange und willigte ein. Nun haben wir zwar nicht mehr ganz so viele Punkte auf unserem Konto, aber dafür eine Menge Geld gespart. Hier hat das “Ja”-Sagen wirklich ein gutes Gefühl hinterlassen.

Im Buch heißt es, die Übung hilft uns zu sehen, wie oft wir einen negativen Standpunkt einnehmen oder anderen widersprechen. Wann immer man den Impuls verspürt “nein” zu sagen, zum Beispiel weil man eigentlich sehr viel zu tun hat, soll man sich überlegen, ob das wirklich notwendig ist. Vielleicht ist es manchmal möglich, einfach zu nicken oder freundlich zu schweigen. Man kann das Ganze auch auf das komplette Leben ausweiten: “Kultivieren Sie eine innere Haltung des “Ja” zum Leben und zu allem, was Ihnen das Leben bringt. Das spart eine Menge an Energie”.

 

Anhang 1 (2)

Achtsam durch den Tag – Woche 14: Auf Bäume achten

In dieser Woche ging es darum, auf die Bäume in der Umgebung zu achten. Die Formen, Farben, Blätter und Verzweigungen sollten ohne Wertung bewusst wahrgenommen werden.

Da ich jeden Tag ein gutes Stück vom Auto ins Büro und zurück laufen muss, bot sich hier die perfekte Gelegenheit. Natürlich nimmt man unbewusst die Bäume am Wegesrand wahr, aber mir war nie bewusst, wie viele Bäume dort eigentlich stehen! Ich war echt überrascht. Und hierin liegt meine große – wenn auch banale – Erkenntnis dieser Woche. Das ist mal wieder ein tolles Beispiel, wie man stumpf und unachtsam durch den Alltag geht, ohne sich der Umgebung bewusst zu werden.

Ich achtete außerdem genau auf das Aussehen der Bäume. Schade, dass diese Übung in den Winter fällt. Zu allen anderen Jahreszeiten hätte man noch die Schönheit der Blätter bewundern können. Aber trotzdem konnte ich viele Eigenschaften der Bäume beobachten: Die Form, die Farbe, die Verzweigung der Äste, die Höhe, die Biegsamkeit im Wind, das Muster der Rinde, die Dicke des Stammes, ein paar verdorrte Blätter, Vogelnester in den Ästen oder sogar eine vom Winde verwehte Tüte. Zu der schieren Anzahl der Bäume, an denen ich täglich vorbeilaufe, wurde ich mir nun auch noch deren Vielfalt bewusst.

Witzigerweise Traurigerweise sind mir erst durch diese Übung zwei Dinge am Wegesrand aufgefallen, die mir in den 4 Monaten, seit ich in meiner neuen Firma arbeite, noch nie aufgefallen sind! Einmal ist das eine Straßenlaterne, die wunderschön von einem Strauch umrankt wird. Fast bis oben hin. Und ich bin wohl immer nur mit gesenktem Kopf vorbei gelaufen. Das zweite Objekt ist ein wirklich riesiges und imposantes Bürogebäude, welches komplett leer steht! Und das ist mir erst beim Bewundern der Bäume im Garten aufgefallen!

Im Buch wird noch ein interessanter Aspekt genannt: Was wir ausatmen, atmen die Bäume ein. Was die Bäume ausatmen, atmen wir ein. Und so entsteht eine wechselseitige Verbundenheit mit den Pflanzen. Dennoch vergessen wir oft diese “nützlichen und allgegenwärtigen Gefährten”. Neben der Säuberung der Luft haben Bäume noch eine ganze Reihe weiterer positiver Effekte. Wusstet ihr zum Beispiel, dass nur ein paar Minuten Betrachten von Bäumen (auch auf einem Bild) den Blutdruck senken, Angst und Zorn verringern, Stress abbauen oder Schmerzen lindern können? Ich bisher auch nicht.

Der Wald ist übrigens einer meiner Lieblingsorte. Ich liebe es, auf ausgedehnten Spaziergängen den Wald zu entdecken: Der weiche Boden, das Rauschen der Blätter im Wind, das Knacksen im Unterholz, moosbedeckte Hügel, der Geruch von frischen Holz und Gras, der durch die Blätter gefilterte Sonnenschein… Im Wald gehe ich auch am liebsten Laufen und ich habe in der Einsamkeit dort zudem immer meine “Lernspaziergänge” absolviert. Ach wie freue ich mich schon wieder auf den Frühling.

Jedenfalls hat mir diese Übung mal wieder wunderbar aufgezeigt, dass ich viel achtsamer durchs Leben gehen sollte. Und oft sind es eben diese kleinen banalen Dinge, die wir nicht mehr wahrnehmen. Also achtet doch beim nächsten Gang an die frische Luft oder auch nur im Auto/in der Bahn mal auf die tolle Vielfalt an Bäumen in unserer Natur!Anhang 1 (2)