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Weihnachtliche Cashew-Dattel-Kekse

Ich liebe Plätzchen in der Weihnachtszeit. Da wird natürlich immer fleißig bei uns gebacken. Gar nicht so einfach, sich trotzdem gesund und ausgewogen zu ernähren. Deshalb „tüftele“ ich stets an gesunden Alternativen. Heute habe ich ein Rezept für saftige Dattel-Cashew-Kekse, die ihr ohne schlechtes Gewissen genießen könnt.

Sie sind relativ schnell zubereitet, zuckerfrei, komplett gesund und vegan. Wenn ihr glutenfreie Haferflocken verwendet, sind sie sogar glutenfrei. 

Am besten ihr bereitet die Kekse in einer Küchenmaschine zu, dann geht es am einfachsten. Es funktioniert auch mit einem guten Pürierstab, dann dauert es evtl. etwas länger. 

Die Kekse sind wunderbar saftig und weihnachtlich gewürzt. Sogar meinem Mann, der normalerweise keine Datteln mag, haben sie geschmeckt. Vorsicht: Suchtgefahr 🙂

 

Weihnachtliche Cashew-Dattel-Kekse
Saftige, weihnachtlich leckere Kekse ganz ohne Zucker, vegan und vollkommen gesund.
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Ingredients
  1. 100g Cashewkerne
  2. 2 EL Haferflocken
  3. 100g Medjool-Datteln
  4. 2 EL gem. Mandeln
  5. 2 TL Agavensirup
  6. 2 EL Kokosöl
  7. 1 Msp. Kardamom
  8. 2 gestr. TL Zimt
  9. etwas Wasser
  10. 30g gehackte Mandeln
  11. 40g Dinkelflocken oder kernige Haferflocken
Instructions
  1. Die Cashewkerne, Haferflocken und Datteln in einer Küchenmaschine zerkleinern. Ihr könnt auch ruhig noch ein paar Stücke in der Masse lassen, das sorgt für einen schönen Biss.
  2. Danach die gemahlenen Mandeln, Agavensirup, Kokosöl, Kardamom und Zimt hinzugeben und nochmals verühren (bzw. pürieren). Nun in Mini-Schlücken Wasser hinzugeben und verkneten, bis eine ziemlich klebrige Masse entsteht, die gut zusammenhält.
  3. Am Schluss die Dinkelflocken (oder kernigen Haferflocken) und die gehackten Mandeln einarbeiten.
  4. Den Teig esslöffelweise auf ein Blech setzen und zu Keksen platt drücken. Alternativ könnt ihr den Teig auch zu Kugeln formen, dann bleibt er in der Mitte etwas saftiger.
  5. Die Plätzchen bei 170° Ober-/Unterhitze 5-10 Minuten backen. Vorsicht, die Plätzchen werden sehr schnell braun, vor allem von unten! Lieber ein paar Mal mehr nachsehen 😉 Die Kekse sind fertig, auch wenn sie noch weich sind. Beim Abkühlen härten sie noch etwas aus, bleiben aber dennoch weich und saftig.
  6. Je nach Größe ergibt der Teig etwa 15-20 Plätzchen.
Clean Eating Balance http://www.clean-eating-balance.de/

 

Apfel-Nuss-Muffins

Apfel-Nuss-Muffins

Wie ihr sicher wisst, bin ich stets auf der Suche nach Ideen, wie man zuckerfrei und dennoch lecker backen kann. Auf Süßsstoffe und andere Zuckeralternativen möchte ich hierbei verzichten. Besonders gut bietet sich dann süßes Obst an. In diesem Fall habe ich es mit Äpfeln versucht. 

Herausgekommen ist ein einfaches Rezept für super saftige Apfel-Nuss-Muffins. Durch die Äpfel und natürliche Süßungsmittel (Datteln und Honig) werden sie ausreichend süß, während die gemahlenen Mandeln und der Zimt wunderbar mit den Äpfeln harmonieren. Die Muffins sind komplett gesund, zuckerfrei und mit wertvollen Fetten. Sie enthalten lediglich ein wenig Milch – diese kann problemlos durch Pflanzenmilch ersetzt werden.

Die Muffins eignen sich gut als Zwischensnack. Ich nehme mir gerne 2 Stück davon mit ins Büro – so habe ich einen gesunden Snack und komme nicht in Versuchung, die zuckrigen Süßigkeiten meiner Kollegen zu probieren. Die Muffins lassen sich auch gut einfrieren. Dann kann ich mir morgens 2 Stück herausnehmen und bald sind sie schon aufgetaut. Besonders lecker schmecken sie übrigens am nächsten Tag – dann sind sie noch einmal saftiger.

Ich würde die Muffins auch problemlos Gästen zu Kaffee und Kuchen servieren – sie schmecken nicht übertrieben „gesund“ und trotzdem süß. 

Apfel-Nuss-Muffins
Serves 10
Saftige Apfel-Nuss-Muffins - komplett zuckerfrei und gesund
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Ingredients
  1. 40g Ghee
  2. 60g Kokosöl
  3. 20g Dattelcreme/-mus
  4. 20g Honig
  5. 2 Eier
  6. 140g Dinkelmehl 630
  7. 2 TL Backpulver
  8. 60g gemahlene Mandeln
  9. 60 Haferflocken
  10. Zimt
  11. Milch
  12. 140g geriebene Äpfel
Instructions
  1. Zunächst Ghee und Kokosöl schmelzen. Sobald es vollständig verflüssigt ist, mit der Dattelcreme und dem Honig gut verrühren. Die Eier hinzugeben und schaumig schlagen.
  2. Nun die trockenen Zutaten und etwas Milch hinzugeben und wiederum gut verrühren.
  3. Zum Schluss die geriebenen Äpfel unterheben.
  4. Den Teig in ein Muffinsblech setzen und im vorgeheizten Backofen bei 180° Umluft 10-15 Minuten backen
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Dankbarkeit zum Jahresende – mein Dankbarkeits-Experiment im Dezember

Ein Dankbarkeits-Tagebuch habe ich schon länger. Hier wollte ich am Ende des Tages Dinge aufschreiben, für die ich dankbar bin. Ehrlich gesagt ist das Tagebuch aber noch recht leer geblieben. Nicht, weil ich nichts hätte, wofür ich dankbar sein kann. Sondern weil ich es schlicht und einfach habe schleifen lassen. 

Gestern bin ich auf einen Artikel von Balance Akt gestoßen. Bloggerin Julia hat im November vier Wochen lang Dankbarkeit geübt. Sie hat sogar tolle Vorlagen zum Download erstellt. Da kam mir spontan die Idee, im Dezember meine eigene Dankbarkeits-Challenge durchzuführen. 

Der Dezember bietet sich perfekt dafür an. Schließlich fasst man meist fürs neue Jahr Vorsätze und lässt im Dezember dafür einiges Schleifen. Und genau deswegen möchte ich bereits vor Januar eine „Challenge“ (wenn man sie so nennen kann) durchführen. Außerdem ist das Jahresende eine gute Zeit, dankbar zu sein. Dankbar für die Dinge, die hinter einem liegen. Die man im vergangenem Jahr geschafft oder bewältigt hat. Dankbar für die Menschen, denen man begegnet ist Dankbar für die Dinge, die man erleben durfte. 

Aber auch jeden Tag passieren kleine und große Dinge, für die man dankbar sein kann. Gerade jetzt, wo die Dunkelheit und Kälte auf das Gemüt schlagen, kann Dankbarkeit helfen. Julia hat die schönen Worte verwendet: „In mir erzeugt es eine wohlige innere Wärme, Zufriedenheit und Wertschätzung für das, was in meinem Leben ist.“

Regelmäßige Dankbarkeit kann zu einem optimistischerem und positiverem Lebensgefühl führen. Sie reduziert Stress, bewahrt uns vor negativen Gefühlen, stärkt unsere Beziehungen und verbessert unsere Gesundheit. Das alles ist sogar wissenschaftlich bewiesen.

Für den Dezember habe ich mir das folgende überlegt:

  • Jeden Tag vor dem Schlafen gehen möchte ich einen Eintrag in mein Dankbarkeits-Tagebuch schreiben.
  • Dabei schreibe ich die Dinge nieder, für die ich an diesem Tag dankbar bin. 
  • Ich hoffe, jeden Tag auf mindestens 5 Dinge zu kommen. Dabei möchte ich auch explizit die kleinen Dinge im Leben berücksichtigen. Aber wenn ich mal nicht auf 5 Sachen komme, ist das auch ok. Dann wird der nächste Tag wieder besser.
  • Zudem möchte ich mir auch die „größeren“ selbstverständlichen Dinge im Leben bewusst machen. 

Ich bin gespannt, was mein Experiment mit sich bringt. Ich erhoffe mir mehr Zufriedenheit und positivere Gedanken. Vor allem jetzt zum Jahresende und bei dem trüben Wetter. Ich werde auf jeden Fall berichten!

Und vielleicht kann ich euch ja auch ein wenig inspirieren, eure eigenen Gedanken zur Dankbarkeit aufzuschreiben. Oder gar ein ähnliches Experiment durchzuführen. Ich würde mich freuen. 

 

Quelle: https://danielaheggmaier.com/2015/11/06/wie-man-ein-dankbarkeitstagebuch-schreibt/
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Was ich aus dem Urlaub mit in den Alltag nehme

Fast drei Wochen Urlaub liegen hinter uns: Eine Mietwagenrundreise durch den Oman, Sightseeing in Bangkok und Badeurlaub in Khao Lak. Wir haben viel erlebt und gesehen, aber noch viel wichtiger: Wir haben uns entspannt und abgeschaltet! Ich hatte die letzten Wochen vor unserer Reise so unglaublich viel gearbeitet, ich war noch nie in meinem Leben so urlaubsreif gewesen. Umso mehr hatte ich mich auf die freien Tage gefreut und sie in vollen Zügen genossen. Und nun steht der Alltag wieder bevor. Ehrlich gesagt, ist mir dabei etwas mulmig zumute. Was, wenn es wieder genau wie zuvor wird? Viel zu viel Arbeit, Stress, keine Zeit für Sport und Freizeit, von Haushalt und sonstigen Aufgaben ganz zu schweigen… Oft komme ich mit allerlei Vorsätzen aus dem Urlaub zurück. Ich bin hochmotiviert, gesünder zu essen, mehr Sport zu machen, mehr im Haushalt zu machen. Ihr kennt das sicher. Allerdings bin ich kein großer Freund von großen Vorsätzen. Meist hält man sie ja doch nicht ein 🙁 (zumindest ist das bei mir so…) Deswegen möchte ich mir keine großen Ziele setzen, die ich am Ende doch nach einer Woche bereits wieder schleifen lasse. Aber einige Dinge nehme ich aus dem Urlaub mit und möchte sie im Alltag umsetzen:

Lesen

Ich habe in den knapp drei Wochen Urlaub ungelogen sechs Bücher gelesen! Wie ich es vermisst habe! Ich bin eigentlich eine totale Leseratte und habe schon von Kindheit an immer viel gelesen. Im Alltagsstress ist das in letzter Zeit viel zu kurz gekommen. Entweder ich war abends zu müde oder ich habe nur sinnlos auf dem Handy herumgespielt. Im Urlaub habe ich erst gemerkt, wie sehr mir das gefehlt hat: Sich komplett in einer Geschichte verlieren, das Außenrum vergessen und sich in die Charaktere hineinversetzen. Ich möchte versuchen, mir in Zukunft bewusst Auszeiten zum Lesen zu nehmen. Vielleicht direkt als erstes, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme. Dann kann ich erst einmal abschalten und nebenbei noch mit unseren Katzen schmusen 😉

Achtsamkeit

Wie ihr sicher wisst, geht es auf meinem Blog auch viel um das Thema Achtsamkeit – eigentlich. In der letzten Zeit ist auch das viel zu kurz gekommen 🙁 Mein Achtsamkeitsexperiment habe ich seit Wochen schleifen lassen. Meine geliebten Achtsamkeitsspaziergänge sind ebenfalls selten geworden. Im Urlaub hatte ich zum ersten Mal seit langen wieder Zeit und Gelegenheit, achtsam zu sein. Das Brennen der Sonne auf der Haut, das Rauschen des Meeres, der Sand unter meinen Füßen, die Gerüche und Geräusche auf der Straße in Bangkok, der sanfte Wind im Haar, … Ich wurde mir all der schönen Dinge um mich herum wieder bewusst und habe sie wahrgenommen. Ich fühlte mich wieder viel näher am Leben. Als ob ich in letzter Zeit einfach so vor mich hin gelebt hätte, ohne meine Umgebung wahrzunehmen. Deswegen möchte ich der Achtsamkeit wieder einen größeren Platz in meinem Leben geben, sie im Alltag einbauen. Mein Achtsamkeitsexperiment möchte ich endlich fortführen. Ich bin gespannt, ob dies gelingt.

Maßvolles Genießen

Normalerweise esse ich im Urlaub immer viel zu viel. Schließlich ist ja Urlaub, da will man sich nicht noch Verbote auferlegen oder auf das viele gute Essen verzichten. Die Folge ist meist, dass ich mich im Bikini unwohl fühle und nach dem Urlaub eine böse Überraschung auf der Waage wartet. Dieses Mal war das unerwartet anders: Alle Übernachtungen waren nur mit Frühstück gebucht. Anders als im All Inclusive Hotel muss man Mittag- und Abendessen extra bezahlen. Außerdem war es so heiß, dass ich oft gar nicht viel Appetit hatte. Zumal gab es viele leckere tropische Früchte und frische Säfte – ein Traum! Das Essen in Thailand ist ja generell eher gesund und auch die Portionsgrößen sind eher klein. Im Nachhinein betrachtet habe ich über den Tag verteilt relativ wenig gegessen. Aber mehr habe ich auch nicht gebraucht. Zudem habe ich auch nicht übertrieben. Ich habe mir in Maßen Ungesundes gegönnt, hatte aber auch irgendwie gar nicht die Lust darauf. Stattdessen freute mich über die exotischen Früchte und das gesunde Essen. Zum Beispiel gibt es bei uns zu Hause nie Nutella, weil sie einfach viel zu viel Müll enthält. In Hotels gönne ich mir gerne mal ein Croissant mit Nutella, da es dies ja zu Hause nicht gibt. Diesen Urlaub habe ich kein einziges Mal Nutella gegessen und hatte auch nicht das Gefühlt, dass ich etwas verpasse. Ehrlich gesagt bin ich etwas überrascht. Ich hatte mir bezüglich des Essens nichts vorgenommen, der Verzicht auf Ungesundes bzw. das Überessen ist ganz natürlich gekommen. Vielleicht schaffe ich das ja auch im Alltag: Einfach mal kleinere Portionen essen, auf das Sättigungsgefühl hören und sich für gesunde Alternativen entscheiden. 

Smartphone aus

War das herrlich! Mein Handy war die ganze Zeit im Flugmodus und nur im Hotel im WLAN habe ich ab und zu mal meine Apps gecheckt. Und ich hatte nicht das Gefühl, etwas zu verpassen. Kaum wieder in Deutschland angekommen, waren wieder sämtliche Apps über die mobilen Daten erreichbar und ich verfiel sofort wieder in alte Muster: Mehrmals tägliches Checken sämtlicher Apps, durchscrollen des Instagram und Facebook Feeds, der ständige Blick aufs Handy, … Deswegen habe ich nun meine Einstellungen überarbeitet und bei einigen Apps die Bildschirmbenachrichtigungen ausgeschaltet. Hier reicht es, wenn ich ab und zu händisch in die App gucke, ob es etwas neues gibt, zum Beispiel bei den E-Mails. Auch habe ich mir vorgenommen, im Büro das iPhone statt wie bisher auf dem Schreibtisch, nun in die Tasche zu legen. Mal sehen, ob ich das durchhalte.

Kindisch sein

Mit einem Augenzwinkern muss ich zugeben, dass ich manchmal eine kleine Spaßbremse bin. Und vor allem eine riesen Frostbeule! Normalerweise brauche ich 20 Minuten, bis ich mich Stufe für Stufe in den eiskalten Pool vorgearbeitet habe, während mein Mann schon fröhlich durch das Wasser taucht. Es gab auch schon Urlaube, in denen war ich gar nicht im Meer, weil es mir zu kalt war. Oder nur bis zu den Schulten, damit ich nicht untertauchen muss. Zum ersten Mal war in diesem Urlaub das Meer so warm nur leicht kalt, sodass ich ohne mit der Wimper zu zucken hineingelaufen bin. Wir hatten ein paar tolle Wellen und ich bin sogar mehrmals untergetaucht. Ich hatte so einen Spaß!! Da ist mir bewusst geworden, auf wie viel ich manchmal verzichte, bloß weil mir etwas zu Umständlich ist. Deswegen mein Vorsatz: Einfach mal fünfe gerade sein lassen und Spaß haben!

Den Morgen nutzen

Auch wenn ich es nicht wahrhaben möchte, bin ich eher eine Lerche als eine Eule. Im Urlaub sind wir oft ziemlich früh ins Bett gegangen (den ganzen Tag nichts tun macht ja müde 😀 ) und so bin ich meist schon um 6:00/6:30 aufgewacht. Ganz ohne Wecker! Da mein Mann definitiv eine Eule ist, habe ich mich leise auf die Terrasse geschlichen. Ich saß dort, lauschte den Vögeln, sah Eichhörnchen oder Geckos zu, beobachtete den Himmel. Ich genoss die Zeit, in der ich ganz alleine mit mir war und zusah, wie der Morgen sich entfaltete. Es hat gut getan, auf diese Art und Weise in den Tag zu starten. Vielleicht kann ich das auch irgendwie im Alltag umsetzen: Früher ins Bett gehen, am Wochenende ebenfalls früher aufstehen, am Morgen einiges schaffen oder mit einem Ritual in den Tag starten.. Mal sehen.

 

Mir ist bewusst, dass die meisten von euch wohl nicht gerade aus dem Urlaub kommen. Ich möchte keinesfalls „angeben“ oder euch neidisch machen. Ich möchte euch ein klein wenig inspirieren, das ein oder andere im Alltag einzubauen. Vielleicht habt ihr selbst auch ganz andere Dinge, die ihr im Urlaub genossen habt und gerne mit in den Alltag nehmen würdet. Erzählt mir gerne davon. 

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Meine ersten kleinen Schritte in Richtung Zero Waste

Zero Waste – kurz und knapp gesagt geht es hierbei um einen Lebensstil, bei dem so gut wie gar kein Müll produziert wird. Vor einiger Zeit hatte ich hier auf dem Blog einen Artikel veröffentlicht, in dem ich zwar bewundernd über den Zero Waste Lifestyle sprach, mir das aber alles zu krass war. Komplett nach dem Zero Waste Prinzip zu leben konnte ich mir niemals vorstellen. 

In der Zwischenzeit hat sich das geändert. Ich bin total fasziniert von Zero Waste und würde am liebsten sofort alles umstellen. Klar, dass das nicht klappt. Es gibt einfach noch viele Reste, die aufgebraucht werden müssen (hier rächt es sich, dass ich eine hoffnungslose Voratskäuferin bin :D) Außerdem muss ich bei einigen Dingen noch nach geeigneten Alternativen suchen. Dennoch habe ich vieles bereits umgesetzt und nach und nach soll immer mehr hinzukommen. Ich möchte euch einmal vorstellen, in welchen Bereichen ich schon auf Zero Waste umstellen konnte:

 

Lebensmitteleinkauf

Dies ist meiner Meinung nach der wichtigste Punkt. Wenn ich mir überlege, wie lange ich noch vor ein paar Monaten für das Auspacken der Einkäufe aus der Plastikverpackung brauchte unZero Waste Einkaufd welcher Müllberg dabei anfiel, graust es mir. Mittlerweile würde ich schätzen, dass ca.  85% meiner Lebensmitteleinkäufe plastikfrei ausfallen. Ich kaufe Milch und Joghurt in Pfandflaschen/-gläsern, kaufe Obst- und Gemüse überwiegend verpackungsfrei und greife bei Getreide, Müsli und co. zur Papierverpackung. Das Ganze ist ehrlich gesagt ziemlich mühsam, vor allem an Anfang musste ich mir erst geeignete Läden suchen. Der nächste Unverpackt-Laden ist leider 45 Minuten von uns entfernt, es wäre nicht gerade umweltfreundlich extra dorthin zu fahren. Ich kann es kaum erwarten, bis endlich der Unverpackt Laden in Frankfurt eröffnet 🙂 In den Discounter gehe ich mittlerweile nur noch selten. Dafür kaufe ich nun oft in Bioläden, bei tegut oder auf dem Wochenmarkt ein. Das hat natürlich seinen Preis, ist mir die Sache aber wert. Ich habe sogar schon Quark im Glas gefunden und kann bei unserem Biohof meine eigenen Dosen zur Käserei mitbringen. 

Zum Einkaufen von Obst und Gemüse habe ich mir verschiedene Beutel gekauft, von denen ich total begeistert bin. Vor allem für kleines Obst (z.B. Pflaumen) oder losen Salat sind sie echt praktisch. Am Wochenmarkt werden sie ohne Probleme genommen, und sogar bei Lidl konnte ich sie schon verwenden. 

 

Körperpflege

Zugegeben: Dies war der Bereich, an ich beim Thema plastikfrei nie gedacht hatte und der mir am Anfang das meiste Unbehagen bereitete. Feste Seifen statt dem gewohnten Duschbad und Menstruationstassen statt Tampons wirkten ziemlich abschreckend auf mich. Doch dann machte ich mir einmal bewusst, wie viel Plastikmüll im Bad anfällt: Shampoo, Spülung, Duschbad, Rasierschaum, Rasierer, Haarspray, Deo, Creme, Zahnbürste, Reinigungsmilch etc. Eine ganze Menge. Also googelte ich stundenlang und suchte nach geeigneten Alternativen. Leider muss ich erstvieles aufbrauchen, das schmeiße ich nicht einfach weg. Und bei manchen Dingen bin ich noch am Ausprobieren. Aber folgendes konnte ich schon umsetzen: Waschbare Abschminkpads aus Stoff statt Wattepads, Alepposeife zur Gesichtsreinigung und Sonnenblumenöl zum Abschminken statt Reinigungsmilch, Zuckerwasser statt Haarspray, Menstruationstasse statt Tampons, Rasierhobel statt Plastikrasierer, Haarseife oder Roggenmehl statt Shampoo (bin aber noch am Umgewöhnen und Testen), selbstgemachte Flüssigseife aus fester Seife, abbaubare Öko-Wattestäbchen, feste Seife statt Rasierschaum, Bambuszahnbürste statt normaler Zahnbürste. Sobald meine Vorräte aufgebraucht sind muss ich mich unbedingt noch an Deo und Zahnpasta machen. Für Kontaktlinsenpflegemittel habe ich allerdings noch keine Alternative gefunden.

 

Putz- und Waschmittel

Nachdem ich entsetzt feststellen musste, dass sogar die teuren Öko-Spülmaschinen-Pads einzeln in Plastik eingepackt sind, habe ich mich mal wieder fleißig ans Googeln gesetzt. Herausgekommen ist folgende Kombination für die Spülmaschine: Spülmaschinensalz in der Papierverpackung, Waschsoda als Pulver und eine Mischung aus Alkohol und Zitronensäure als Klarspüler. Ehrlich gesagt funktioniert es leider nicht so gut, wie die Marken Spülmaschinentabs, aber wenn man das Geschirr nicht zu dreckig in die Maschine stellt, kann man gut damit leben.

Für das Spülbecken haben wir uns biologisch abbaubare Spülbürsten aus Holz und einen waschbaren Schwamm gekaut. Das Öko-Spülmittel wird im Moment noch im Supermarkt gekauft und einmal habe ich es schon im Unverpackt-Laden auffüllen können. Hier möchte ich aber unbedingt noch ein selbstgemachtes Mittel ausprobieren.

Beim Waschmittel bin ich auch noch skeptisch. Bisher kaufe ich immerhin die Öko-Variante und konnte dieses ebenso im Unverpackt-Laden auffüllen. Einmal habe ich bisher mit Kastanien gewaschen. An andere selbstgemachte Alternativen habe ich mich bisher aber noch nicht hingetraut, aber auch das kommt noch.

 

Upcycling und kreative Ideen zur Müllvermeidung im Alltag

Mein liebster Upcycling-Gegenstand sind True Fruits Flaschen. Sie lassen sich wunderbar zur Vorratshaltung verwenden und machen optisch viel her. Wenn man sich überlegt, was ein VorratsglaDSC_0302 - bearbeitets normaleweise kostet und dass hier sogar noch ein leckerer Smoothie dabei ist, so sind sie preislich nicht zu schlagen. 

Beim Einfrieren von Lebensmitteln bin ich richtig kreativ geworden 😀 Da ich oft Brot, Gemüse und Reste einfriere und unser kleines Eisfach wenig Platz für Dosen/Gläser bietet, musste ich mir eine Alternative zu Gefrierbeuteln ausdenken. Und ich habe sie gefunden: Brot und Brötchen friere ich in Papiertüten ein. Meist sind das Tüten vom Bäcker, oft aber auch Haferflocken- und Mehlverpackungen. Für Gemüsereste verwende ich Plastikverpackungen, die sich ohne Unverpackt Laden in der Nähe leider nicht vermeiden lassen, z.B. Hirse oder die Müsli-Verpackungen meines Mannes (er beschwert sich zwar nicht über meinen Lebensstil, aber ich möchte ihn zu nichts zwingen und sein geliebtes Müsli in der Plastikverpackung darf er natürlich noch kaufen ;). 

Auf Backpapier, Frischhaltefolie und co. versuche ich so weit wie möglich zu verzichten. Statt dem Frühstücksbeutel nehme ich konsequent immer eine Dose mit. Und selbst von den Pfand-Plastikflaschen bin ich schon auf eine wiederbefüllbare Flasche und Leitungswasser umgestiegen. 

 

Wie ich Zero Waste für mich auslege

Ich finde Zero Waste toll! Aber komplett „zero“ wird es bei mir nie werden. Ich finde es wichtig, hier nichts zu übertreiben und zu überdogmatisieren. Nachhaltigkeit muss Spaß machen und jeder kleine Schritt zählt. Ich bin noch lange nicht plastikfrei aber ich konnte bereits den größten Teil unseres Mülls eliminieren. Und das ist schon ein großer Erfolg. Ich werde weiter viel ausprobieren und nach guten Alternativen suchen. Aber wenn ich nichts Brauchbares finde, dann ist das auch ok. Zum Beispiel möchte ich nicht von Kontaktlinsen auf Brille umsteigen. Deswegen werden eben ein paar wenige Flaschen Pflegemittel pro Jahr anfallen. 

Auch finde ich, man sollte nicht über andere urteilen. Ich bin in vielen Facebook-Gruppen zum Thema „plastikfrei“ unterwegs und finde es schade, welche Diskussionen über „richtig und falsch“ dort teilweise geführt werden. Jede noch so kleine Anstrengung, die jemand in Richtung Müllvermeidung unternimmt ist lobenswert! 

 

Ich bin gespannt, was die nächsten Wochen und Monate noch so bringen. Ich hole mir viele Inspirationen aus dem Internet und freue mich jedes Mal, wenn plastikfrei Alternativen funktionieren. 

 

Wie geht es euch bei dem Thema? In welchen Bereichen seid ihr vielleicht schon plastikfrei unterwegs und wo fällt es euch schwer? 

Interessiert es euch, in Zukunft mehr zum Thema auf meinem Blog zu lesen? 

 

Schoko-Haselnuss-Cookies

Schoko-Haselnuss-Cookies

Ich liieebe Schokolade! Und ich liieebe Kekse! Schade nur, dass beides nicht gerade kalorienarm geschweige denn gesund ist 😉

Also habe ich mich daran gemacht, ein gesundes und cleanes Rezept für Schokoladenkekse zu kreieren. Herausgekommen ist das folgende Rezept: Schokoladige Cookies, wunderbar weich, lecker süß und komplett gesund! 

Schoko-Haselnuss-Cookies
Leckere und komplett gesunde Schokoladen-Haselnuss-Cookies
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Ingredients
  1. 100g Haferflocken
  2. 40g Haselnussmus
  3. 40g gemahlene Haselnüsse
  4. 20g Kakao
  5. 60g Agavensirup
  6. 40g Kokosöl
  7. Zimt
  8. Vanille
Instructions
  1. Das Kokosöl schmelzen und alle Zutaten miteinander mischen.
  2. Dann gleichmäßige "Haufen" Teig auf ein Blech setzen und vorsichtigt platt drücken.
  3. Im vorgeheizten Backofen bei 170° (Ober-/Unterhitze) nur 9-10 Minuten backen.
Notes
  1. Die Cookies werden sehr schnell zu hart. Deswegen nach 8 Minuten immer wieder vorsichtig prüfen. Die Cookies dürfen ruhig noch weich aus dem Ofen. Dann werden sie wunderbar "chewy".
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Schoko-Haselnuss-Cookies

 

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Rhabarber-Quark-Dessert

Endlich ist sie wieder da – die Rhabarberzeit 🙂

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Ich habe mich gleich damit eingedeckt und erst einmal fleißig Marmelade eingekocht. Dann hatte ich noch einige Stangen Rhabarber übrig und so ist die Idee für dieses Rezept entstanden. Ich wollte unbedingt ein zuckerfreies Rhabarberkompott kreieren, was aufgrund des sauren Rhabarbers gar nicht so einfach ist. Aber ich denke es ist ganz gut gelungen.

Das Kompott erhält durch ein paar Erdbeeren und Agavensirup die notwendige Süße, bleibt aber angenehm säuerlich und frisch. In der Kombination mit Quark und knusprigem Granola ergibt sich ein sommerliches Dessert – gesund, zuckerfrei und lecker.

Rhabarber-Quark-Dessert
Serves 4
Sommerlich frisches Dessert - zuckerfrei und gesund
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Ingredients
  1. 500g Rhabarber
  2. 150g Erdbeeren
  3. 100ml Apfelsaft
  4. 3 TL Agavensirup
  5. Vanille aus der Mühle
  6. 45g Dinkelzwieback
  7. 250g Magerquark
  8. 300g (Vanille)Joghurt
  9. 3 TL Agavensirup
  10. Vanille aus der Mühle
  11. 1 TL Kokosöl
  12. 2 TL Honig
  13. 25g Dinkelzwieback
  14. 3 EL Haferflocken
  15. 1 EL gemahlene Mandeln
  16. 1/2 TL Zimt
Instructions
  1. Den Rhabarber putzen und grob schälen. Wenn ihr nicht alles rot wegschält, gibt es am Ende eine schöne Farbe. Den Rhabarber in Stücke schneiden und zusammen mit dem Apfelsaft in einen Topf geben. Das Ganze zum Kochen bringen und einköcheln lassen, bis der Rhabarber weich ist und eine dicke Masse entstanden ist. Dabei könnt ihr ruhig den Deckel weglassen, damit die Flüssigkeit verdampfen kann. Die Erdbeeren ebenfalls klein schneiden und dazu geben. Kurz weiterköcheln lassen. Den Topf vom Herd nehmen und die Masse pürieren. Mit dem Agavensirup und Vanille abschmecken. Das Kompott abkühlen lassen.
  2. Für die Quark-Creme den Quark und den Joghurt cremig rühren und mit Vanille und Agavensirup süßen. Ihr könnt auch Vanillejoghurt oder -quark nehmen (dann wird es allerdings nicht mehr 100%ig zuckerfrei ;).
  3. Für das Granola zwei kleine Scheiben Zwieback (ca.25g) fein zerbröseln. Den Honig und das Kokosöl in einer Pfanne schmelzen. Die Zwiebackbrösel, die Haferflocken, die Mandeln und Zimt dazugeben und bei geringer Hitze rösten. Dabei darauf achten, dass das Granola nicht anbrennt.
  4. 4 kleine Scheiben Zwieback grob zerbröseln und in die Gläser geben. Dann abwechselnd das Kompott und die Quarkcreme in die Gläser schichten und zum Schluss mit dem Granola garnieren.
Notes
  1. Das Rezept ergibt vier große Nachspeisenportionen.
  2. Ich hatte sogar noch eine kleine Menge Kompott übrig, das sich auch wunderbar zum Frühstück verwenden lässt.
  3. Den Dinkelzwieback hatte ich von "Naturata" - sogar in Demeter-Qualität.
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Achtsam durch den Tag – Woche 19: Leerer Raum

Die Aufgabe diese Woche lautete, die Aufmerksamkeit von den Objekten hin zu dem Raum um die Objekte herum zu lenken. Also zum Beispiel in einem Zimmer auf die leeren Zwischenräume statt die Möbel zu achten.

Puuh, ich ahnte schon, dass dies eine schwierige Woche werden würde. Wie so oft fingvase3 ich auf meinem täglichen Weg vom Auto ins Büro mit der Übung an. Da ich hier einen tollen Blick auf die Frankfurter Skyline habe, versuchte ich, auf den Himmel zu achten und nicht auf die Gebäude. Sicherlich kennt ihr dieses Bild mit einer optischen Täuschung: Erkennt man eine weiße Vase, oder zwei sich anschauende schwarze Gesichter? So ähnlich kam ich mir bei der Übung vor. Allerdings war es wirklich schwierig umzudenken. Ich habe es einfach nicht geschafft, primär den Himmel wahrzunehmen und die Hochhäuser quasi als das Außen herum. 

Aber auch bei anderen Räumen bzw. Gegenständen versucht ich mein Glück: Die leeren Zwischenräume zwischen Möbelstücken, der Abstand zwischen Bäumen, der Asphalt um die Straßenmarkierungen herum…alles nicht so einfach…

Im Buch heißt es, unser Denken und unsere Wünsche sind meist nur auf Objekte ausgerichtet. Selten sieht man den Raum, der doch den größten Teil des Zimmers oder der Landschaft ausmacht. Gelingt es uns, die Aufmerksamkeit auf den Raum um die Objekte herum zu lenken, so kann dies zu einem Aufatmen führen. Das kann man ebenso auf unseren Geist anwenden: Gelingt es uns, Gedanken loszulassen und den Hintergrund der Gedanken wahrzunehmen, so führt dies zu einem Gefühl der Erleichterung. Oft halten wir auch an Objekten fest und leiden dadurch. Hier kann es hilfreich sein, den Griff zu lockern und sich neuer Möglichkeiten bewusst zu werden. 

Ich denke, es ist vollkommen in Ordnung, dass ich mit dieser Aufgabe so meine Schwierigkeiten hatte. Dennoch war es eine tolle Übung und hat einen anderen Blickwinkel eröffnet. 

Quelle: http://www.codecheck.info/news/bilder/Gemueseregal-im-Supermarkt-650x371-1-55135.jpeg

Bio, Clean und Zero Waste – Das ständige Dilemma beim Lebensmitteleinkauf

Bei Jessi von myfoodjungle habe einen tollen Artikel über Ernährungsformen und ethische Fragen beim Lebensmitteleinkauf gelesen. Da es mir selbst auch so geht, hat mich dies inspiriert, einen eigenen Artikel zu der Thematik zu schreiben. Jessi’s Artikel findet ihr hier

Wie bei vielen war die erste Priorität beim Lebensmitteleinkauf während meiner Studienzeit das Geld. Ich kaufte meist no-name-Produkte, Markenprodukte nur im Angebot und war wirklich geizig. Beim Fleisch gab es das billige Abgepackte vom Discounter und wenn mein Mann (damals noch Freund) sich zum Beispiel ein gutes teures Steak oder eine edle Salami kaufen wollte, so schlug ich lieber etwas anderes vor. Irgendwann entdeckte ich das Konzept des Clean Eating für mich und von da an änderte sich einiges. Ich achtete vermehrt auf Inhaltsstoffe und kaufte deswegen seltener verarbeitete Produkte. Ich lernte viele neue Superfoods kennen, die natürlich nicht gerade billig sind. Ab und zu landete auch ein Bioprodukt in meinem Einkaufswagen. Irgendwann beschloss ich zudem, zu Hause nur noch Biofleisch zu essen. Und das habe ich seitdem wirklich konsequent durchgezogen!

Seit etwa einem Jahr sind unsere Ausgaben für Lebensmittel immer weiter angestiegen, und seitdem ich selbst Geld verdiene noch einmal deutlich mehr. Mittlerweile kaufe ich zu 90% clean ein. Zumindest für mich, mein Mann bekommt weiterhin seine Joghurts und Gummibärchen, wenn er möchte. Aber auch er hat hier schon einiges geändert! Zwingen möchte ich ihn aber zu nichts. Außerdem gibt es bei uns Fleisch, Eier und Milchprodukte nur noch in Bioqualität, den Rest so weit wie möglich auch. Seit kurzem versuche ich, verstärkt auf die Verpackung zu achten. In dieser Hinsicht war ich auch zuvor schon achtsam. Beispielsweise nehme ich mir in der Obst- und Gemüseabteilung nie eine Plastiktüte. Hier wurde ich von einer Kassiererin sogar schon einmal entsetzt gefragt, ob es wohl keine Beutel mehr beim Obst gäbe! Grundsätzlich habe ich auch immer einen Stoffbeutel dabei und lasse mir nicht in jedem Geschäft eine neue Plastiktüte geben.

Allerdings habe ich verpackungstechnisch noch viiieeel Luft nach oben. Ich bewundere Menschen zutiefst, die Zero Waste leben. Ich bin ehrlich: Das werde ich nie schaffen. Zahnbürste aus Bambus, selbstgemachte Zahncreme und keinerlei Plastik beim Einkaufen, das ist mir persönlich einfach zu extrem. Aber mein Mann und ich wollen nun systematisch unseren Müll reduzieren. Wir haben zunächst einmal bei Obst und Gemüse angefangen. Wenn man einmal darauf achtet, ist es wirklich eine Frechheit, in wie viel Plastik das teilweise verpackt ist.

Und hier fängt das Dilemma auch schon an: Oft sind es ausgerechnet die Bioprodukte, die in Plastik verpackt sind, während die Konventionellen auch ohne auskommen. Beispielweise Gurken oder Bananen. Kaufe ich also lieber Bio oder lieber verpackungsarm? Dann achte ich natürlich noch auf den Preis. Leider sind auch hier verpackte Dinge oft billiger, zum Beispiel Äpfel oder Birnen in der Schale. Hinzu kommt, dass man beim Discounter fast nur solche übermäßig verpackten Obstpakete bekommt. Hier wären sie allerdings deutlich billiger. Dann achte ich noch auf Zusatzstoffe. Klar, unverarbeitete Produkte haben keine. Aber auch ich möchte einmal einen Senf oder ein Kakaopulver kaufen. (Und ja, man glaubt gar nicht, was in Kakaopulver alles für ein Müll enthalten sein kann!) Also heißt es Etiketten lesen. Auch wenn ich mittlerweile viele Produkte kenne, verbringe ich immer noch viel zu viel Zeit mit dem Studieren der Inhaltsstoffe. Und auch hier sind die hochwertigeren Alternativen ohne künstliche Zusatzstoffe meist teurer als die billige Variante. Mittlerweile teile ich meinen Einkauf auf verschiedene Supermärkte auf. Im Discounter kaufe ich die billigen Basics, und im Vollsortiment- und Bioladen den Rest. Auch hier heißt es wieder Abwägen, was ich wo zu welchem Preis mit welcher Verpackung bekomme. Und ob die extra Fahrt zum Biohof gerechtfertigt ist.  Und dann gibt es da noch regionale Produkte, Fair Trade, vegan usw. Alles tolle Dinge, auf die man noch achten könnte.

Jessi hat mir mit ihrem Blogpost einmal bewusst gemacht, wie viel Zeit ich eigentlich beim Einkaufen mit diesem ständigen Abwägen verbringe. Manchmal halte ich wirklich vor dem Regal einen Augenblick inne und überlege, welches Produkt ich nun kaufen soll. Vielleicht sagen einige von euch nun, dass ich mir viel zu viele Gedanken mache. Für mich ist das aber wichtig, da ich mich ja gut und gesund ernähren möchte und gleichzeitig verantwortungsbewusst mit unserem Geld und der Umwelt umgehen möchte. Da investiere ich auch die nötige Zeit in den Einkauf. 

Aber ich finde, man könnte es uns Verbrauchern auch ein bisschen einfacher machen. Also liebe Supermärkte: Warum sind die Bioprodukte oft mit unnötiger Verpackung versehen? Wenn man die Produkte unterscheiden muss, wäre es dann nicht schlauer, die konventionelle Variante einer Obst- bzw. Gemüsesorte mit Plastik zu versehen? Dann würden die Kunden vielleicht eher zu dem Bioprodukt greifen und die (zugegeben geringen) Kosten der Verpackung könnte man beim Preis abziehen. Warum stellt ihr nicht einmal Papiertüten in der Obst- und Gemüseabteilung zur Verfügung? Warum gibt es so viele Dinge noch nicht lose zu kaufen? 

So, und nun bin ich auf eure Meinungen und Anregungen gespannt! Wie handhabt ihr euren Lebensmitteleinkauf? Worauf achtet ihr, was ist euch wichtig? Welche Tipps habt ihr für mich, was verpackungsarmes Einkaufen angeht?

 

Bildquelle:  http://www.codecheck.info/news/bilder/Gemueseregal-im-Supermarkt-650x371-1-55135.jpeg

Achtsam durch den Tag – Woche 18: Die Fußsohlen

In dieser Woche ging es darum, die Aufmerksamkeit so oft wie möglich auf die Fußsohlen zu richten. Welche Empfindungen nehmen wir wahr? Und wir hängen diese vielleicht mit Aufregung oder Angst zusammen?

Quelle: http://polpix.sueddeutsche.com/polopoly_fs/1.712492.1356235468!/httpImage/image.jpg_gen/derivatives/900x600/image.jpg
Quelle: http://polpix.sueddeutsche.com/polopoly_fs/1.712492.1356235468!/httpImage/image.jpg_gen/derivatives/900×600/image.jpg

Normalerweise nehme ich meine Fußsohlen kaum wahr. Außer ich laufe auf Boden mit Fußbodenheizung oder ich habe sehr unbequeme Schuhe an. Also versuchte ich nun, im Laufe des Tages immer mal wieder auf meine Füße zu achten. Meist nahm ich den unmittelbaren Untergrund wahr, also die Beschaffenheit der Schuhsohle oder den Boden, auf dem ich in Socken unterwegs war. Dank der selbstgestrickten Socken meiner Oma und den endlich etwas wärmeren Temperaturen, hatte ich kaum kalte Füße. Stattdessen waren meine Füße oft angenehm warm. Das war mir so noch nie bewusst. Auch hatte ich noch nie explizit auf die „Härte“ der Schuhsohle geachtet (solange sie mich nicht gestört hat). Auch Unterschiede zwischen den Bodenbelägen in unserer Wohnung konnte ich feststellen. Und am bequemsten war es, die Beine im Bett aufzustellen, sodass die Fußsohlen auf der weichen Matratze ruhten. Das hört sich banal an, aber bewusst hatte ich dies noch nie wahrgenommen.

Ab und zu unternehme ich ja gerne mal „Achtsamkeits-Spaziergänge“, bei denen ich auf sämtliche Art und Weise achtsam bin. Leider war dies wetterbedingt in letzter Zeit seltener, aber im letzten Sommer habe ich das wirklich oft gemacht. Und es tat mir immer sehr gut. Jedenfalls war es da oft so, dass ich automatisch (ohne darüber nachzudenken), den Boden unter meinen Füßen wahrnahm. Und zwar obwohl ich Schuhe anhatte. Ich merkte also bewusst, ob ich auf hartem oder weichen Boden lief. Wie sich ein steiniger Weg unter meinen Füßen anfühlt. Wie ich auf matschigem Untergrund ein wenig wegrutsche. Und das liebste Gefühl war es mir, mit Turnschuhen über den weichen Waldboden zu laufen und die leichte Federung zu spüren. Ich kann es schwierig erklären, aber mir gab das fast schon ein Gefühl der innerlichen Ruhe. 

Auch im Buch heißt es, dass man im Alltag für gewöhnlich die Füße nur wahrnimmt, wenn sie wehtun oder man stolpert. Wer in Gedanken verstrickt ist, der kann durch eine bewusste Lenkung der Aufmerksamkeit auf die Fußsohlen den Geist beruhigen. Gerade weil der Geist und das Gehirn mit dem Kopf assoziiert werden und der Körper nur als Diener des Gehirns behilflich ist, ist es auch einmal interessant, unseren Füßen die Aufmerksamkeit zu schenken. Sie sind immerhin am weitesten vom Kopf entfernt. Am Ende wird der Leser sogar herausgefordert: Schafft man es, für die Länge eines Spazierpfades im Freien die volle Aufmerksamkeit auf die Fußsohlen zu lenken? 

Ich habe es ehrlich gesagt nicht ausprobiert, aber ich weiß, dass ich es nicht schaffen würde. Schließlich hüpfen die Gedanken immer wieder wo anders hin. Aber das ist auch nicht schlimm. Denn schon ein klein wenig mehr Achtsamkeit in den Fußsohlen tut mir gut. Und da freue ich mich umso mehr auf den Sommer und das Barfußlaufen 🙂